Kurz gesagt: Dieses Glossar erklärt Begriffe, die in Hallen, auf Produktseiten und in Regelwerken auftauchen: Schlagarten, Schlägerbestandteile, Zählweise und Spielfeld. Spanische Fachwörter beschreiben wir nur allgemein, ohne Technikanleitung. Regeln und Maße beruhen auf dem FIP-Regelwerk (Fassung ab 01.01.2026), Stand: 20.10.2026.
Padel hat eine eigene Sprache, und wer zum ersten Mal in eine Halle kommt, hört Wörter wie Bandeja, Vibora oder Bajada. Auf Produktseiten wiederum stehen Begriffe wie Sweet Spot, Kern und Balance, die selten erklärt werden. Das Glossar sammelt diese Begriffe alphabetisch. Es ist bewusst nüchtern gehalten: Wir erklären, was ein Wort bedeutet, nicht, wie ein Schlag auszuführen ist. Für Technik sind Trainerinnen und Trainer die richtigen Ansprechpartner.
Zahlen und Regeln stammen aus dem Regelwerk des internationalen Verbands (FIP) und von der Seite des Deutschen Padel Verbands. Herstellerbeschreibungen kennzeichnen wir als solche. Turniere, Ligen und Hallen können abweichen; in Hallen gelten Hausregeln und Absprachen der Spielenden.
Schlagarten im Überblick
Die spanischen Schlagbezeichnungen sind im Padel verbreitet. Die Tabelle gibt nur eine allgemeine Vorstellung, keine Technikbeschreibung und keine Wertung.
| Begriff | Allgemeine Bedeutung |
|---|---|
| Bandeja | Überkopfschlag |
| Bajada | Schlag nach einem Ball, der von der Wand zurückkommt |
| Chiquita | flach und langsam gespielter Ball |
| Globo | hoch gespielter Ball über die Gegner |
| Remate | Schlag von oben, oft zum Abschluss eines Ballwechsels |
| Vibora | Überkopfschlag, verwandt mit der Bandeja |
Weiteres zur Technik klären Trainerinnen und Trainer. Hier geht es nur um das Verständnis der Wörter, damit Sie im Gespräch in der Halle folgen können.
A
Aufschlagfeld
Das Aufschlagfeld ist der Teil des Spielfelds, in den der Ball beim Aufschlag diagonal gespielt werden muss. Nach dem FIP-Regelwerk liegen die Aufschlaglinien 6,95 m beiderseits des Netzes; der Raum zwischen Netz und Aufschlaglinie wird durch die mittlere Aufschlaglinie in zwei Hälften geteilt. Der Ball muss vor dem Schlag im eigenen Aufschlagfeld auf dem Boden aufspringen. Einzelheiten stehen im Beitrag zum Aufschlag.
B
Bajada
Mit Bajada bezeichnet man im Padel allgemein einen Schlag, der einen Ball aufnimmt, nachdem dieser von der Wand zurückgekommen ist. Das Wort stammt aus dem Spanischen. Wie der Schlag ausgeführt wird, erklären wir nicht; das gehört in die Anleitung durch Trainerinnen und Trainer. Das Regelwerk beschreibt allgemein, dass der Ball nach dem Aufspringen im gegnerischen Feld Wände und Gitter berühren darf und im Spiel bleibt.
Balance
Die Balance beschreibt, wo der Schwerpunkt des Schlägers liegt. Hersteller sprechen von einem tiefen Balancepunkt (Gewicht zum Griff hin) oder einem hohen Balancepunkt (Gewicht zum Kopf hin). Babolat nennt Schläger mit hohem Balancepunkt „Head Heavy“ (kopflastig), einen der Diamantschläger dort bezeichnet der Hersteller als „Even Balance“. Die Balance ist nicht mit dem Gewicht zu verwechseln. Mehr dazu im Beitrag Gewicht und Balance.
Bandeja
Bandeja ist ein spanisches Wort, das im Padel einen Überkopfschlag bezeichnet. Wie der Schlag im Einzelnen aussieht, erklären wir nicht. Die Ausführung zeigen Trainerinnen und Trainer. Der Begriff taucht in Hallen und Videos häufig auf und gehört zu den Wörtern, die Einsteiger zuerst hören.
C
Carbon
Carbon ist ein Material für die Oberfläche von Padelschlägern. Laut Wilson wird Carbon Fortgeschrittenen empfohlen; NOX beschreibt das Ballgefühl als etwas trockener als bei Glasfaser. Wie sich das im Einzelfall anfühlt, hängt vom Modell ab. Mehr dazu im Beitrag Material, Kern und Härte.
Chiquita
Chiquita bezeichnet einen Schlag, bei dem der Ball vergleichsweise langsam und flach gespielt wird. Das Wort stammt aus dem Spanischen und bedeutet sinngemäß „klein“. Wann und wie der Schlag eingesetzt wird, ist eine Frage der Technik und Taktik, die wir hier nicht erklären.
Courtesy Rally
Die Courtesy Rally ist das Einspielen vor einem Match. Nach dem FIP-Regelwerk ist bei Turnieren ein Einspielen von drei Minuten zwischen den Spielenden verpflichtend. Im Freizeitspiel gelten Absprachen.
D
Diamantform
Die Diamantform ist eine Schlägerform mit Gewicht im oberen Bereich des Kopfes. Babolat beschreibt den Balancepunkt als hoch und den Treffpunkt als am oberen Ende des Schlägers liegend; die Form sei erfahrenen Spielenden vorbehalten. Wilson nennt einen kleineren und höheren Sweet Spot. Vergleiche mit den anderen Formen stehen im Beitrag Rund, Träne oder Diamant.
Doppel
Padel wird immer im Doppel gespielt, zwei gegen zwei. Das schreibt der Deutsche Padel Verband auf seiner Seite zu den Regeln, und die FIP-Regeln beschreiben durchgehend Paare.
E
Einstand
Der Einstand tritt ein, wenn beide Paare in einem Spiel drei Punkte haben, also bei 40 beide. Wie es danach weitergeht, hängt von der Variante ab: Vorteil, Star Point oder Golden Point. Die Einzelheiten stehen im Beitrag zur Zählweise.
EVA
EVA ist eine Kernart, die Babolat bei seinen Modellen nennt, in Varianten wie EVA, X-EVA, Black EVA und Hard EVA. Härteabstufungen erklärt Babolat nicht. Weil Hersteller „weich“ und „hart“ unterschiedlich verwenden, lassen sich Angaben verschiedener Hersteller nicht ohne Weiteres vergleichen.
F
Fangschnur
Die Fangschnur ist eine nicht dehnbare Schlaufe von höchstens 35 cm Länge, die am Griff befestigt und um das Handgelenk gelegt wird. Nach dem FIP-Regelwerk ist ihre Nutzung im Wettkampf verpflichtend. Reißt die Fangschnur oder fällt der Schläger aus der Hand, verliert das Paar sofort den Punkt. Mehr zum Zubehör steht im Hub Padel-Zubehör.
G
Gitter
Das Gitter ist der Metallteil der Umrandung des Spielfelds. Nach dem FIP-Regelwerk sind die ersten 3 m der hinteren Umrandung eine Wand, darüber folgt 1 m Metallgitter. Wie Wand und Gitter im Spiel behandelt werden, erklärt der Beitrag Spielfeld und Wände.
Glasfaser
Glasfaser ist ein Material für die Oberfläche von Schlägern. Wilson beschreibt es als weich und komfortabel, NOX als die weichsten Oberflächen. Das sind Herstellerangaben für das jeweilige Sortiment.
Globo
Globo bezeichnet einen hoch gespielten Ball über die Gegner hinweg. Das Wort stammt aus dem Spanischen und heißt sinngemäß „Ballon“. Die Ausführung ist Sache der Technikschulung.
Golden Point
Beim Golden Point entscheidet beim ersten Einstand ein einziger Punkt über das Spiel. Die Rückschlagseite wählt die Seite, auf der der Punkt gespielt wird. Der Deutsche Padel Verband nennt den Golden Point als Regel; ab der Saison 2026 gilt international und in bestimmten Wettbewerben der Star Point.
Grundband
Das Grundband (englisch „base grip“) ist das Klebeband direkt auf dem Griff. Der Overgrip wird darübergewickelt und ist laut NOX die Schicht, die regelmäßig gewechselt wird. Mehr dazu im Beitrag Overgrip oder Grundband.
K
Kern
Der Kern ist das Material im Inneren der Schlagfläche. Bei Babolat ist er typischerweise EVA in Varianten. NOX schreibt, ein weicherer Kern nehme mehr Vibrationen auf. Eine einheitliche Härteskala gibt es nicht.
N
Netz
Das Netz ist nach dem FIP-Regelwerk 10 m lang, in der Mitte 0,88 m und an den Enden 0,92 m hoch. Es teilt das Spielfeld in der Mitte.
O
Overgrip
Der Overgrip ist das Griffband, das über das Grundband gewickelt wird. NOX beschreibt ihn als Schicht zwischen Hand und Schläger, die Gefühl und Haftung vermittelt. Wie oft er gewechselt wird, hängt laut NOX von Spielstil, Jahreszeit und Schweiß ab. Die Anleitung steht im Beitrag Griffband wechseln.
R
Remate
Remate ist das spanische Wort für einen Schlag, der von oben gespielt wird, um den Ballwechsel zu beenden. Im Deutschen wird häufig auch „Smash“ gesagt. Die Ausführung klären Trainerinnen und Trainer.
Rundform
Die Rundform ist eine Schlägerform mit Gewicht zum Griff hin. Babolat beschreibt den Balancepunkt als tief und die Trefffläche als größer und mittig; Wilson spricht von Präzision und Kontrolle. Babolat nennt die Form für Einsteiger bis Profis vorgesehen.
S
Satz
Ein Satz gewinnt, wer zuerst sechs Spiele hat, mit mindestens zwei Spielen Vorsprung. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak. Ein Match geht über zwei Gewinnsätze.
Schlagfläche
Die Schlagfläche ist die feste Fläche des Schlägerkopfes, mit der der Ball getroffen wird. Sie hat Löcher mit einem Durchmesser von 9 bis 13 mm im Mittelbereich; beide Seiten müssen eben sein, dürfen aber glatt oder rau sein (FIP).
Seitenwechsel
Die Seiten werden nach dem ersten, dritten und jedem weiteren ungeraden Spiel eines Satzes gewechselt. Im Tiebreak wechseln die Paare nach je sechs Punkten die Seite.
Smash
Smash bezeichnet im Padel wie im Tennis einen kräftigen Schlag von oben. Der Begriff taucht in Herstellerbeschreibungen auf; Babolat nennt die Diamantform passend für Smashes und offensive Schläge.
Star Point
Beim Star Point gibt es nach dem Einstand höchstens zwei Vorteile; kommt es danach erneut zum Einstand, entscheidet ein einziger Punkt. Der Deutsche Padel Verband schreibt, dass er ab der Saison 2026 international, in den GPS-Kategorien 1000 und 1500 und in der 1. Padel-Bundesliga gilt.
Super-Tiebreak
Der Super-Tiebreak geht bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung und kann nach der FIP-Variante den dritten Satz ersetzen.
Sweet Spot
Der Sweet Spot ist der Bereich der Schlagfläche, den Hersteller als Treffbereich beschreiben. Wilson zufolge führt ein größerer Sweet Spot zu gleichmäßigeren, saubereren Treffern; bei der Rundform ist er laut Hersteller größer, bei Diamant kleiner und höher.
T
Tiebreak
Beim Tiebreak spielt man bis sieben Punkte, mit zwei Punkten Vorsprung. Er wird bei einem Stand von 6:6 im Satz gespielt. Die Aufschlagfolge und der Seitenwechsel sind im Regelwerk besonders geregelt; die Details finden Sie im Beitrag zur Zählweise.
Tropfenform (Träne)
Die Tropfenform, auch Träne genannt, liegt laut Babolat zwischen Rund- und Diamantform mit einem mittleren Sweet Spot; NOX spricht von einem Hybrid. Sie wird vielseitig beschrieben.
V
Vibora
Vibora ist ein spanisches Wort für einen weiteren Überkopfschlag, der mit der Bandeja verwandt ist. Mehr als diese allgemeine Einordnung geben wir nicht; Unterschiede in der Ausführung gehören zur Technikschulung.
Vorteil
Der Vorteil ist die klassische Variante nach dem Einstand: Ein Paar braucht zwei Punkte in Folge, um das Spiel zu gewinnen.
W
Wand
Die Wand bildet zusammen mit dem Gitter die Umrandung des Spielfelds. Nach dem FIP-Regelwerk darf der Ball nach dem Aufspringen im gegnerischen Feld Wände und Gitter dieses Feldes berühren und bleibt im Spiel. Die Regeln zum Spielfeld sind im Beitrag Spielfeld und Wände zusammengefasst.
Weiterlesen
Quellen: FIP „Rules of Padel“ (Fassung ab 01.01.2026), Deutscher Padel Verband (Seite „Regeln“), Herstellerseiten von Babolat, Wilson und NOX. Stand: 20.10.2026.
Redaktionell recherchiert und verglichen, keine Produkttests. Inhalte mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Stand: 20.10.2026. Arbeitsweise und Quellen: Offenlegung.